KI kommuniziert für Ihre Marke. Aber kommuniziert sie auch im Sinne Ihrer Marke?

KI schreibt heute Texte, erstellt Präsentationen, beantwortet Kundenfragen, entwickelt Bilder und unterstützt Mitarbeitende bei immer mehr Aufgaben. Damit entsteht eine neue Situation für die Markenführung. Nicht mehr nur Menschen kommunizieren im Namen einer Marke. Auch Maschinen tun es. Aber woher weiss eine KI eigentlich, wie ein Unternehmen auftreten möchte?

Ein klassisches Brand Manual wurde für Menschen entwickelt. Menschen können Zusammenhänge verstehen, zwischen den Zeilen lesen und Regeln auf neue Situationen übertragen. Sie wissen aus Erfahrung, was «zu uns passt» und was nicht. Eine KI kann darauf nicht in gleicher Weise zurückgreifen. Sie braucht klare Grundlagen wie zum Beispiel:

  • Wie sprechen wir?
  • Welche Haltung vertreten wir?
  • Welche Begriffe verwenden wir?
  • Wie argumentieren wir?
  • Welche Bilder passen zu uns?
  • Welche gestalterischen Prinzipien gelten?
  • Was darf variieren und was nicht?

Ein einfaches Beispiel aus dem Alltag: Ein Unternehmen lässt mit KI einen LinkedIn-Post zu einem neuen Angebot erstellen. Inhaltlich ist der Beitrag korrekt, doch Tonalität, Bildsprache und Gestaltung wirken plötzlich deutlich werblicher und austauschbarer als die Marke selbst. Beim nächsten Beitrag entstehen wiederum eine andere Tonalität, eine andere Bildwelt und ein anderer gestalterischer Ausdruck. Die einzelnen Ergebnisse sind nicht unbedingt falsch und können für sich genommen durchaus professionell wirken. In ihrer Summe entsteht jedoch kein konsistentes Markenbild mehr und die Marke wird zunehmend beliebig.

Damit verändert KI nicht nur die Produktion von Kommunikation. Sie verändert auch die Anforderungen an Markenführung.

Menschen allein zu befähigen reicht nicht mehr.

Bisher endete ein Markenentwicklungsprozess häufig mit Corporate Design, Brand Manual, Vorlagen und Schulungen. Damit wurden Mitarbeitende und Partner befähigt, die Marke möglichst konsistent umzusetzen. Künftig kommt eine zweite Aufgabe hinzu. Auch die eingesetzten KI-Systeme müssen die Marke verstehen und anwenden können. Dafür müssen Markenregeln so formuliert und strukturiert sein, dass sie nicht nur für Menschen nachvollziehbar, sondern auch für Maschinen eindeutig nutzbar sind. Das betrifft Sprache und Kommunikation ebenso wie den visuellen Auftritt.

Deshalb muss KI früher in den Markenprozess.

Es reicht aus unserer Sicht nicht, am Ende eines Markenprojekts einige Prompts zu entwickeln. Die entscheidende Frage beginnt früher. Ist die Marke überhaupt so definiert, dass Menschen und Maschinen mit ihr arbeiten können?

Wenn Positionierung, Persönlichkeit oder gestalterische Prinzipien zu stark vom impliziten Verständnis einzelner Personen abhängen, wird ihre konsistente Anwendung mit zunehmender Automatisierung schwieriger.

Das zeigt sich beispielsweise, wenn verschiedene Mitarbeitende KI für Präsentationen, Social-Media-Beiträge oder Kundenkommunikation einsetzen. Ohne eindeutige Markengrundlagen entstehen schnell unterschiedliche Tonalitäten, Bildwelten und gestalterische Lösungen. Jede einzelne Anwendung kann professionell wirken, zusammen ergeben sie jedoch kein konsistentes Markenbild mehr.

Deshalb sollte bereits während der Markenentwicklung geprüft werden, was später von Menschen verstanden und von Systemen verarbeitet werden muss.

Marke wird zur gemeinsamen Grundlage für Menschen und Maschinen.

Für Unternehmen entsteht daraus eine neue Aufgabe der Markenführung. Strategie, Positionierung, Sprache und Gestaltung müssen so miteinander verbunden werden, dass daraus nicht nur ein überzeugender Markenauftritt entsteht, sondern ein System, das sich in unterschiedlichen Anwendungen zuverlässig weiterführen lässt. Dazu gehören weiterhin Brand Manuals, Designsysteme, Templates und Schulungen.
Hinzu kommen strukturierte Markenregeln, KI-Anleitungen, Vorlagen und Governance. Grundlagen, mit denen auch KI-Systeme befähigt werden, im Sinne der Marke zu kommunizieren und zu gestalten.

Genau an dieser Schnittstelle entwickelt defacto die klassische Markenarbeit weiter. Wir verbinden Unternehmens- und Markenstrategie mit Kommunikation, Design, Organisation und Technologie und entwickeln daraus Grundlagen, mit denen Menschen und zunehmend auch Maschinen eine Marke konsistent und wirksam in den Alltag übersetzen können.

Denn in Zukunft wird nicht nur entscheidend sein, ob Menschen eine Marke verstehen. Sondern auch, ob die Systeme, die für sie arbeiten, es tun.

Ihre Marke weiterentwickeln und KI von Anfang an mitdenken.

Ob Sie Ihre Marke neu ausrichten, strategisch weiterentwickeln oder Ihr Corporate Design überarbeiten möchten. Entscheidend ist heute, die Grundlagen so zu schaffen, dass sie nicht nur für Menschen funktionieren, sondern zunehmend auch für KI-Systeme.

Wir begleiten Unternehmen von der Positionierung und Markenstrategie über Corporate Design und Kommunikation bis zur Umsetzung und denken dabei die Anforderungen einer zunehmend KI-geprägten Arbeits- und Kommunikationswelt von Anfang an mit.

Eine Marke.
Eine Grundlage.
Viele Akteure.

Sie planen die Weiterentwicklung Ihrer Marke oder Ihres Corporate Designs, oder möchten sicherstellen, dass Ihre bestehende Marke auch im Einsatz von KI konsistent und unverwechselbar bleibt? Lassen Sie uns darüber sprechen, wie wir Sie dabei unterstützen können.


Autorin: Silke Egle
Strategie, Markenentwicklung, Markenerlebnisse & Design
Inhaberin defacto|ci